Vergleich zwischen Stromsensoren im geschlossenen und offenen Regelkreis

27-01-2026

Vergleich zwischen Stromsensoren im geschlossenen und offenen Regelkreis

Der grundlegendste Unterschied zwischen Stromsensoren mit offenem und geschlossenem Regelkreis (auch Nullfluss-Stromsensoren genannt) liegt in ihren Funktionsprinzipien, die beide auf dem Hall-Effekt basieren, diesen aber unterschiedlich anwenden.Stromsensor im offenen Regelkreisfunktioniert auf einfache Weise. Der Primärstrom (IPDer durch den Leiter fließende Strom erzeugt ein Magnetfeld, das von einem Magnetkern konzentriert wird. Ein im Luftspalt des Kerns platziertes Hall-Element misst dieses Feld und erzeugt eine proportionale Hall-Spannung. Diese Spannung wird anschließend linear verstärkt, um eine Ausgangsspannung (V) zu erzeugen.AUSDas System ist "open", da kein Rückkopplungsmechanismus zur Kompensation des Magnetfelds im Kern vorhanden ist. Im Gegensatz dazu einStromsensor im geschlossenen RegelkreisEs verwendet eine ausgeklügelte negative Rückkopplungsschleife. Der Prozess beginnt mit dem gleichen Ablauf: Der Primärstrom erzeugt ein Magnetfeld, das vom Hall-Element erfasst wird. Das resultierende Signal wird jedoch verstärkt und treibt einen Kompensationsstrom (I) an.COMPDurch eine Sekundärspule, die auf demselben Kern gewickelt ist, fließt ein Kompensationsstrom. Dieser erzeugt ein entgegengesetztes Magnetfeld, das das Feld des Primärstroms aufzuheben versucht. Das System erreicht das Gleichgewicht, wenn der magnetische Fluss im Kern nahezu null ist – daher der Name Nullfluss-System. Der Kompensationsstrom ist direkt proportional zum Primärstrom. Durch Messung der Spannung an einem Präzisionswiderstand im Sekundärpfad wird ein hochpräzises Ausgangssignal gewonnen.

zero flux current sensor

Leistungsabwägungen: Genauigkeit vs. Einfachheit

Die unterschiedlichen Funktionsprinzipien führen zu einem direkten Kompromiss bei den Leistungseigenschaften, wodurch sich jeder Typ für unterschiedliche Anwendungen eignet.Sensoren mit geschlossenem RegelkreisSie sind unbestritten führend in puncto Leistung. Der negative Rückkopplungsmechanismus sorgt von Natur aus für außergewöhnliche Genauigkeit, sehr geringe Offset- und Verstärkungsdrift mit der Temperatur, hohe Linearität und eine schnelle Ansprechzeit. Zudem sind sie weniger anfällig für Sättigung durch hohe Überströme. Diese hohe Leistung hat jedoch ihren Preis: Sie sind typischerweise größer, komplexer, verbrauchen aufgrund des kontinuierlichen Kompensationsstroms mehr Strom und sind teurer.Sensoren im offenen RegelkreisAndererseits zeichnen sie sich durch Einfachheit und Kosteneffizienz aus. Sie sind kompakter, verbrauchen deutlich weniger Strom und sind in der Regel günstiger. Die größten Nachteile liegen in der Leistung: Sie weisen eine geringere Gesamtgenauigkeit, eine höhere Temperaturdrift und langsamere Reaktionszeiten im Vergleich zu Closed-Loop-Modellen auf. Zudem neigen sie unter starken Überstrombedingungen eher zur Sättigung. Die Wahl hängt daher von den Prioritäten der Anwendung ab: Wird höchste Präzision und Stabilität gefordert, ist ein Closed-Loop-Sensor erforderlich; sind Größe, Stromverbrauch und Kosten für weniger kritische Messungen priorisiert, genügt ein Open-Loop-Sensor.

RTC series closed loop sensor

Optimale Anwendungsszenarien für jeden Typ

Das Verständnis der Leistungskompromisse ermöglicht eine klare Anleitung, wo welcher Sensortyp eingesetzt werden sollte.Stromsensoren im geschlossenen RegelkreisSie sind die bevorzugte Wahl für anspruchsvolle, kritische Anwendungen, bei denen Messgenauigkeit von höchster Bedeutung ist. Dazu gehören industrielle Motorantriebe für die präzise Drehmomentregelung, fortschrittliche Systeme zur Überwachung der Netzqualität, hocheffiziente Wechselrichter für Solar- und Windkraftanlagen sowie Präzisionslaborgeräte. Ihre Fähigkeit, die Genauigkeit unter dynamischen Lasten und wechselnden Temperaturen beizubehalten, ist in diesen Bereichen entscheidend.Stromsensoren im offenen RegelkreisIhre Stärken liegen in Anwendungen, bei denen eine ausreichend gute Leistung genügt und Kosten und Größe entscheidende Einschränkungen darstellen. Sie werden häufig in Frequenzumrichtern (FU) zur grundlegenden Stromüberwachung, Schaltnetzteilen (SMPS), Batteriemanagementsystemen (BMS) zur Ladezustandsüberwachung, On-Board-Ladegeräten (OBC) in Kraftfahrzeugen und Unterhaltungselektronik eingesetzt. Unternehmen wie Rongtech Industry (Shanghai) Inc. bieten in der Regel ein umfassendes Portfolio beider Sensortypen an, sodass Entwickler die optimale Lösung – beispielsweise die RTC-Serie für geschlossene Regelkreise oder verschiedene Modelle für offene Regelkreise – entsprechend den spezifischen technischen und kommerziellen Anforderungen ihres Projekts auswählen können.

current sensor for motor drive

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wahl zwischen einem offenen und einem geschlossenen Stromsensor nicht davon abhängt, welcher Sensor generell besser ist, sondern welcher für spezifische Anforderungen optimal geeignet ist. Geschlossene Sensoren bieten höhere Genauigkeit, Linearität und Geschwindigkeit, sind jedoch größer, verbrauchen mehr Strom und sind teurer. Offene Sensoren hingegen sind eine kompakte, effiziente und wirtschaftliche Lösung für Anwendungen, bei denen höchste Präzision nicht entscheidend ist. Ingenieure müssen die Prioritäten ihrer Konstruktion – Präzision, Größe, Stromverbrauch und Budget – sorgfältig abwägen, um die richtige Wahl zu treffen und dabei die Expertise von Anbietern wie Rongtech nutzen, um diese wichtigen Abwägungen zu meistern.

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